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die samenkapseln des liqidambar baumes muten an wie kastanien, die noch nicht von ihrer stacheligen schale befreit wurden. im gegensatz bergen sie keine frucht sondern teilen sich in ihrer mantelfläche in überwiegend fünfundvierzig kammern. diese laufen konisch bis ins zentrum und beherbergen am oberen rand kleinste sammenstränge mit korngröse 0,5mm.
landläufig auch >bommy knockers< genannt gehören sie aber nicht zu den evergreens, also nicht zu denjenigen pflanzen die in neuseeland heimisch und deshalb immergrün sind.
durch ein beständiges sammeln dieser seedpods wuchs der vorrat auf mehrere säcke an mit jedem einzelnen seedpod auch das verlangen damit zu arbeiten. damit zu zeichnen, zu malen, sie zusammenzustecken, zusammenzukleben, nähen oder zu knoten. ihnen unterschiedliche farben zu geben, sie zu separieren zu bündeln, zu versträuen, sie aufzustecken aneinanderzureihen, aufzuspiessen, zusammenzuknüpfen sie zu zersägen, zerquetschen anzubrennen, zu kochen, zu braten und zu karamellisieren. unzählbare variationen – unzählbare kombinationsmöglichkeiten in verschiedenen umgebungen.

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ob im raum, im strumpf, im kochtopf, im bad, im white cube - im & am & mit dem ozean oder der tasmanischen see – mit oder ohne farbe – mit oder ohne kebap-sticks, den schaschlickspiessen, als geknotete mutter aller oder als einzelner vertreter einer faszinierenden spezie ... nur neun monate konnte dieser teil der welt, diese spiel in und mit der natur gelebt werden.
eine reise mit hunderten von begleitern und doch allein. auf der suche nach bildern und kulissen für temporäre installationen.
eine reise vom nördlichsten bis zum südlichsten punkt zweier inseln. tausende kilometer mit bildnerisch prägendem wandel. jedes teilstück mit verbunden mit skulpturalen experimenten und der entdeckung dass vorstellungskraft wichtiger ist als wissen.

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